++ 6.7.26: Dr. Orfanos-Boeckel zum Thema Prävention ab 40 ++
Symptome & Beschwerden

Wechseljahrsbeschwerden im Zeitverlauf
Welche Symptome wann auftreten können

Keine Panik! Diese Symptomvielfalt kann beängstigend sein, aber für jedes Symptom gibt es unterschiedliche Maßnahmen. Am wichtigsten ist es zu wissen, wann welche Beschwerden potenziell auftreten können. Denn die Symptome verändern sich über die Zeit. Probiere es aus und bewege die Regler.

SA
Dr. Saskia Appelhoff
· Aktualisiert September 2024· 5 Minuten Lesezeit

Zusammenfassung

Die Wechseljahre sind keine einmalige Veränderung, sondern ein Prozess über mehrere Jahre. Welche Symptome auftreten und wie stark sie sind, ist individuell und kann sich im Laufe der Zeit verschieben. Je dicker und größer die Symptome erscheinen, umso größer ist die Intensität bzw. Häufigkeit, in der sie auftreten können.

Häufige Wechseljahrssymptome – ein Überblick

Die folgende Liste zeigt häufige Beschwerden, die in der Wechseljahrephase auftreten können. Die zeitliche Einordnung dient der Orientierung und muss nicht mit dem eigenen Erleben übereinstimmen – ein früherer oder späterer Beginn ist möglich:

AngstzuständeBlasenschwächeBrain Fog (Hirnebel), VergesslichkeitBrustschmerzenDepressive VerstimmungenErschöpfung, FatigueGelenkschmerzenGewichtszunahmeHauttrockenheitHerzstolpernHitzewallungenOsteoporoseMentale GesundheitSchlafstörungenScheidentrockenheitSchmerzen beim SexNächtliches SchwitzenStimmungsschwankungenVerdauungsprobleme/UnverträglichkeitenHormonschwankungenBluthochdruck

Wechseljahre Symptome verändern sich über die Zeit

Die Wechseljahre gliedern sich in verschiedene Phasen, in denen unterschiedliche Beschwerden im Vordergrund stehen:

Ab 35 Jahren: Prämenopause

In dieser Phase können erste Hormonschwankungen auftreten, oft noch unbemerkt oder als PMS-Verstärkung. Mögliche Beschwerden: stärkere oder unregelmäßigere Periodenblutungen, stärkere PMS-Symptome, erste Stimmungsschwankungen, beginnende Schlafstörungen.

Ab 40 Jahren: Perimenopause

Die Phase mit den intensivsten Hormonschwankungen. Progesteron fällt zuerst und stärker, Östrogen schwankt unregelmäßig. Häufige Beschwerden: Hitzewallungen, Nachtschweiß, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Zyklusveränderungen, Brain Fog, Erschöpfung, Gewichtszunahme.

Ab 50 Jahren: Menopause und frühe Postmenopause

Die Menopause ist der Zeitpunkt der letzten Periode. In den ersten Jahren danach können vasomotorische Symptome (Hitzewallungen, Nachtschweiß) noch anhalten. Neue Beschwerden kommen dazu: Scheidentrockenheit, Harnwegsbeschwerden, Gelenkschmerzen, erste Veränderungen der Knochendichte.

Ab 60 Jahren: Postmenopause

Hitzewallungen lassen bei vielen Frauen nach. Im Vordergrund stehen nun Langzeitfolgen des Östrogenmangels: Osteoporoserisiko, kardiovaskuläre Veränderungen, anhaltende urogenitale Beschwerden, Veränderungen der Haut und Haare.

Zur Veranschaulichung haben wir die Inhalte verschiedener Quellen vereinfacht dargestellt. Die Wechseljahre sind individuell und werden von jeder Frau anders erlebt. Wir haben uns auf die häufigsten Symptome fokussiert, darüber hinaus gibt es weitere Symptome, die auftreten können. Auch der zeitliche Ablauf muss nicht mit dem hier dargestellten Zeitrahmen übereinstimmen – ein früherer Beginn ist möglich. Langfristige Risiken wie Osteoporose sind nicht aufgeführt.

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