++ 6.7.26: Dr. Orfanos-Boeckel zum Thema Prävention ab 40 ++

Eigene Umfragen

Wir fragen nach,
wo andere wegsehen.

Wechseljahre sind in Deutschland noch immer ein blinder Fleck. Deshalb fragt MeNotPause selbst nach. In wenigen Jahren sind so zwei eigene Studien entstanden: 2024 zur gesellschaftlichen Wahrnehmung der Wechseljahre, 2026 zum Erleben der Perimenopause. Zusammen geben über 1.100 Befragte ein klares Bild. Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse, frei einsehbar.

2 eigene Studien · 1.130 Befragte · 2024 & 2026

Studie 2026 · Perimenopause

Zu jung für Wechseljahre?

Im Mai 2026 hat MeNotPause 430 Frauen zwischen 35 und 60+ Jahren befragt, wie sie ihre Perimenopause erleben. Das Ergebnis zeigt: Die hormonelle Übergangsphase beginnt früher, wird selten erkannt und lässt viele Frauen lange allein.

n = 430 · Online-Befragung · Mai 2026 · 35 bis 60+ Jahre

0,0 %kannten den Begriff Perimenopause nicht
0,0 %erste Beschwerden vor dem 45. Lebensjahr
0,0 %bei denen die Ärztin das Thema nie ansprach
0,0 %litten unter mindestens einem psychischen Symptom

Das Wichtigste in Kürze

Frauen erkennen ihre Perimenopause oft erst nach Jahren

Die MeNotPause Studie 2026 hat 430 Frauen zwischen 35 und 60+ Jahren befragt, wie sie ihre Perimenopause erleben. Das Ergebnis: 50,7 % kannten den Begriff Perimenopause nicht, bevor erste Beschwerden auftraten. 65,8 % spürten erste Symptome bereits vor dem 45. Lebensjahr. Und bei 58,5 % sprach die behandelnde Ärztin das Thema nie von sich aus an. Die Folge: Fast die Hälfte der Frauen brauchte länger als ein Jahr, um ihre Beschwerden überhaupt einzuordnen.

Die Wissenslücke

Mehr als die Hälfte kennt den Begriff nicht

Nur 7,2 % der befragten Frauen wussten genau, was Perimenopause bedeutet, bevor ihre ersten Beschwerden auftraten. Knapp drei Viertel wussten kaum oder gar nichts davon. Wer einen Namen für das Erlebte nicht kennt, kann es nicht einordnen und auch nicht gezielt nach Hilfe fragen.

Kanntest du den Begriff Perimenopause, bevor erste Beschwerden auftraten?
Nein50,7 %
Schon gehört, nichts Genaues23,0 %
Ungefähr19,1 %
Ja, genau7,2 %

MeNotPause Studie 2026, n = 430

Ab welchem Alter traten die ersten Beschwerden auf?
Unter 35 Jahre2,3 %
35 bis 39 Jahre23,5 %
40 bis 44 Jahre40,0 %
45 bis 49 Jahre27,0 %
50 bis 54 Jahre5,3 %
55 Jahre und älter0,9 %

MeNotPause Studie 2026, n = 430

Der frühe Beginn

Es beginnt früher, als alle denken

65,8 % der Frauen hatten erste Beschwerden vor dem 45. Lebensjahr, 25,8 % sogar vor dem 39. Der verbreitete Glaube, Wechseljahre begännen erst ab 50, führt dazu, dass Frauen ihre eigenen Symptome nicht ernst nehmen. Viele fühlten sich schlicht zu jung dafür.

Die Versorgungslücke

Das Gesundheitssystem lässt Frauen oft allein

Frauen suchen medizinische Hilfe, erhalten aber selten eine korrekte Einordnung. Bei 58,5 % sprach die Ärztin das Thema Perimenopause nie von sich aus an. Nur 11,1 % erlebten, dass es aktiv zur Sprache kam. Wo Perimenopause nicht angesprochen wurde, bekam mehr als jede zweite Frau stattdessen die Erklärung Stress oder Burnout.

Welche Erklärung bekamen Frauen stattdessen, wenn Perimenopause nicht angesprochen wurde?
Stress29,5 %
Burnout / psychische Belastung23,6 %
Keine Erklärung erhalten21,5 %
Berufliche / familiäre Belastung9,3 %
Anderes6,8 %
Schilddrüse2,1 %
Ernährung / Nährstoffmangel2,1 %
Zu wenig Sport1,3 %

MeNotPause Studie 2026, n = 237 (nur Frauen, bei denen Perimenopause nicht angesprochen wurde)

Eigeninitiative

Frauen recherchieren selbst, und zwar intensiv

94,9 % der Frauen haben wegen ihrer Beschwerden selbst recherchiert, fast drei Viertel davon sehr intensiv. Bücher, Social Media und Google führen die Informationsquellen an, nicht das Gespräch mit der Ärztin. Die Einordnung kam am häufigsten über eigene Recherche (40,2 %), nur bei 11,9 % über eine gynäkologische Fachperson.

Wo informieren sich Frauen zu ihren Beschwerden?
Bücher64,0 %
Instagram / Facebook / TikTok62,1 %
Google55,6 %
Medizinische Websites41,6 %
Podcasts41,6 %
Freundinnen27,9 %
KI-Tools (ChatGPT etc.)12,8 %
Online-Communities11,2 %

MeNotPause Studie 2026, n = 423, Mehrfachnennung möglich

Wie fühlten sich Frauen, solange sie keine Einordnung hatten?
Verunsichert46,7 %
Erschöpft44,2 %
Nicht ernst genommen44,2 %
Hilflos43,3 %
Allein gelassen37,9 %
Frustriert34,9 %
Angst vor etwas Ernstem29,8 %
Ängstlich27,4 %
Wütend18,6 %

MeNotPause Studie 2026, n = 423, Mehrfachnennung möglich

Die emotionale Last

Was das Alleinsein mit den Beschwerden auslöst

Die fehlende Einordnung hat einen Preis. Frauen fühlten sich verunsichert, erschöpft und nicht ernst genommen. 95,3 % litten unter mindestens einem psychischen Symptom wie Reizbarkeit, depressiven Verstimmungen oder Ängstlichkeit. Die Wechseljahre sind weit mehr als Hitzewallungen.

Stimmen aus der Studie 2026

Was Frauen sich früher gewünscht hätten zu wissen

182 Frauen beantworteten die offene Frage, was sie früher über Perimenopause und Wechseljahre gewusst hätten. Vier Antworten stellvertretend.

Dass es schon ab 35 losgehen kann. Viele Frauen hatten jahrelang das Gefühl, für die Wechseljahre zu jung zu sein.

Dass man nichts aushalten muss. Viele wussten nicht, dass es wirksame Therapieoptionen wie eine Hormonersatztherapie gibt.

Weit mehr als Hitzewallungen: Schlafstörungen, Brain Fog, Herzrasen, Gelenkschmerzen, Angststörungen und Stimmungsschwankungen wurden kaum erwartet.

Der Zusammenhang zwischen Hormonveränderungen und psychischen Symptomen wie Depressionen oder Panikattacken war kaum bekannt.

Fact Sheet 2026

Studie 2026: alle Kernzahlen auf einen Blick

Kannte den Begriff Perimenopause nicht vor Beschwerden50,7 %
Erste Beschwerden vor dem 45. Lebensjahr65,8 %
Erste Beschwerden vor dem 39. Lebensjahr25,8 %
Brauchte mehr als 1 Jahr bis zur Einordnung48,6 %
Ärztin sprach das Thema nie an (trotz Kontakt)58,5 %
Ärztin sprach das Thema aktiv an11,1 %
Bekam stattdessen Stress oder Burnout als Erklärung53,1 %
Hat selbst recherchiert94,9 %
Hauptweg zur Einordnung: eigene Recherche40,2 %
Litt unter mindestens einem psychischen Symptom95,3 %
Fühlte sich bis heute nicht gut beraten25,6 %

MeNotPause Studie 2026. Anonyme Online-Befragung unter 430 Frauen (35 bis 60+ Jahre), Mai 2026. Nicht-repräsentative Selbstselektions-Stichprobe. Je nach Frage variiert die Fallzahl.

Studie 2024 · Gesellschaft

Wechseljahre in der Gesellschaft

Unsere erste eigene Studie. 700 Frauen und Männer in Deutschland wurden 2024 befragt, wie die Gesellschaft die Wechseljahre wahrnimmt. Das Bild: tabuisiert, missverstanden und unterschätzt.

n = 700 · Frauen und Männer · Deutschland · 2024

0 %sehen Wechseljahre als Tabuthema
0 %sehen gesellschaftliche Unterstützung
0 %schätzen ihr Wissen als gut ein
0 %haben gar keine Assoziation zum Begriff

Das Wichtigste in Kürze

Die Gesellschaft lässt Frauen in den Wechseljahren allein

Die MeNotPause Studie 2024 hat 700 Frauen und Männer in Deutschland befragt, wie die Gesellschaft die Wechseljahre wahrnimmt. 47 % sehen die Wechseljahre als Tabuthema, über das nicht gesprochen wird. Nur 17 % sehen, dass die Gesellschaft Frauen in dieser Phase unterstützt. Und nur 30 % schätzen ihr eigenes Wissen über die Wechseljahre als gut oder sehr gut ein.

Ein eindimensionales Bild

Wechseljahre werden auf Hitzewallungen reduziert

Gefragt nach der ersten Assoziation zu den Wechseljahren nennen die meisten Befragten Hitzewallungen und Schweißausbrüche. 12 % haben gar keine Assoziation. Die vielen körperlichen, mentalen und langfristigen Dimensionen der Wechseljahre bleiben im gesellschaftlichen Bild unsichtbar.

Was kommt Ihnen als Erstes in den Sinn, wenn Sie an die Wechseljahre denken?
Hitzewallungen26,0 %
Keine Assoziation12,0 %
Schweißausbrüche9,0 %
Hormone3,0 %
Stimmungsschwankungen3,0 %
Menopause2,0 %

MeNotPause Studie 2024, n = 700, freie Assoziation

Wie nehmen die Befragten die Gesellschaft wahr? (Zustimmung)
Wechseljahre sind ein Tabuthema47,0 %
Gesellschaft zeigt Mitgefühl21,0 %
Gesellschaft unterstützt Frauen17,0 %
Es gibt ein gesellschaftliches Bewusstsein17,0 %

MeNotPause Studie 2024, n = 700, Deutschland

Die blinde Stelle

Tabu statt Unterstützung

Fast die Hälfte der Befragten erlebt die Wechseljahre als Tabuthema. Gleichzeitig sieht nur ein kleiner Teil gesellschaftliche Unterstützung, Mitgefühl oder Bewusstsein. Frauen in dieser Lebensphase fühlen sich von ihrem Umfeld kaum getragen.

Der blinde Fleck der Männer

Männer unterschätzen, wie allein Frauen sind

Die Wahrnehmung klafft zwischen den Geschlechtern auseinander. Wo Männer noch Unterstützung sehen, erleben Frauen vor allem Mangel. Die Lücke zeigt, wie unterschiedlich die Belastung wahrgenommen wird.

Die Gesellschaft unterstützt Frauen in den Wechseljahren

12 %

Frauen

23 %

Männer

Empfinden einen Mangel an Mitgefühl in der Gesellschaft

52 %

Frauen

24 %

Männer

Nehmen die Wechseljahre als Tabuthema wahr

53 %

Frauen

40 %

Männer

Negativ besetzt, aber nicht hoffnungslos

Zwischen Ende der Fruchtbarkeit und neuem Kapitel

Für die meisten markieren die Wechseljahre vor allem ein Ende. Doch die große Mehrheit sieht sie zugleich als natürlichen Teil des Lebens, und mehr als jede zweite Person erkennt auch positive Seiten. Genau hier setzt MeNotPause an.

Eher negative Assoziationen (Zustimmung)
Ende der Fruchtbarkeit77,0 %
Beginn des Altwerdens42,0 %
Verlust der Weiblichkeit15,0 %
Wie eine Krankheit12,0 %

MeNotPause Studie 2024, n = 700, Deutschland

Positive und akzeptierende Sichtweisen (Zustimmung)
Natürliche Phase im Leben88,0 %
Gehört zum Leben einer Frau dazu84,0 %
Bringt positive Aspekte mit sich53,0 %
Etwas Befreiendes24,0 %

MeNotPause Studie 2024, n = 700, Deutschland

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Methodik

Wie unsere Umfragen entstanden sind

Studie 2026

430 Frauen · Mai 2026

Anonyme Online-Befragung, 35 bis 60+ Jahre

Studie 2024

700 Befragte · 2024

Frauen und Männer in Deutschland

Rekrutierung über Newsletter und Social Media. Es handelt sich um nicht-repräsentative Selbstselektions-Stichproben. Die Auswertung erfolgte als Häufigkeiten und Prozentwerte, offene Antworten wurden thematisch zusammengefasst. Durchgeführt von der MeNotPause GmbH, gegründet von Dr. Saskia Appelhoff.

Häufige Fragen

Perimenopause und Wechseljahre: kurz erklärt

Die Perimenopause ist die hormonelle Übergangsphase vor der Menopause, in der erste hormonelle Schwankungen und wechseljahresbedingte Beschwerden auftreten können. Laut der MeNotPause Studie 2026 kannten 50,7 % der befragten Frauen diesen Begriff nicht, bevor ihre ersten Beschwerden auftraten.