● Eigene Umfragen
Wir fragen nach,
wo andere wegsehen.
Wechseljahre sind in Deutschland noch immer ein blinder Fleck. Deshalb fragt MeNotPause selbst nach. In wenigen Jahren sind so zwei eigene Studien entstanden: 2024 zur gesellschaftlichen Wahrnehmung der Wechseljahre, 2026 zum Erleben der Perimenopause. Zusammen geben über 1.100 Befragte ein klares Bild. Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse, frei einsehbar.
2 eigene Studien · 1.130 Befragte · 2024 & 2026
● Zwei Studien, zwei klare Befunde
Was unsere Umfragen sichtbar machen
kannten den Begriff Perimenopause nicht, bevor die Beschwerden kamen.
Zu jung für Wechseljahre? Wie 430 Frauen ihre Perimenopause erleben.
Zur Studie 2026 →sehen die Wechseljahre als Tabuthema, über das nicht gesprochen wird.
Wie 700 Frauen und Männer die Wechseljahre wahrnehmen: missverstanden und unterschätzt.
Zur Studie 2024 →● Studie 2026 · Perimenopause
Zu jung für Wechseljahre?
Im Mai 2026 hat MeNotPause 430 Frauen zwischen 35 und 60+ Jahren befragt, wie sie ihre Perimenopause erleben. Das Ergebnis zeigt: Die hormonelle Übergangsphase beginnt früher, wird selten erkannt und lässt viele Frauen lange allein.
n = 430 · Online-Befragung · Mai 2026 · 35 bis 60+ Jahre
● Das Wichtigste in Kürze
Frauen erkennen ihre Perimenopause oft erst nach Jahren
Die MeNotPause Studie 2026 hat 430 Frauen zwischen 35 und 60+ Jahren befragt, wie sie ihre Perimenopause erleben. Das Ergebnis: 50,7 % kannten den Begriff Perimenopause nicht, bevor erste Beschwerden auftraten. 65,8 % spürten erste Symptome bereits vor dem 45. Lebensjahr. Und bei 58,5 % sprach die behandelnde Ärztin das Thema nie von sich aus an. Die Folge: Fast die Hälfte der Frauen brauchte länger als ein Jahr, um ihre Beschwerden überhaupt einzuordnen.
● Die Wissenslücke
Mehr als die Hälfte kennt den Begriff nicht
Nur 7,2 % der befragten Frauen wussten genau, was Perimenopause bedeutet, bevor ihre ersten Beschwerden auftraten. Knapp drei Viertel wussten kaum oder gar nichts davon. Wer einen Namen für das Erlebte nicht kennt, kann es nicht einordnen und auch nicht gezielt nach Hilfe fragen.
MeNotPause Studie 2026, n = 430
MeNotPause Studie 2026, n = 430
● Der frühe Beginn
Es beginnt früher, als alle denken
65,8 % der Frauen hatten erste Beschwerden vor dem 45. Lebensjahr, 25,8 % sogar vor dem 39. Der verbreitete Glaube, Wechseljahre begännen erst ab 50, führt dazu, dass Frauen ihre eigenen Symptome nicht ernst nehmen. Viele fühlten sich schlicht zu jung dafür.
● Die Versorgungslücke
Das Gesundheitssystem lässt Frauen oft allein
Frauen suchen medizinische Hilfe, erhalten aber selten eine korrekte Einordnung. Bei 58,5 % sprach die Ärztin das Thema Perimenopause nie von sich aus an. Nur 11,1 % erlebten, dass es aktiv zur Sprache kam. Wo Perimenopause nicht angesprochen wurde, bekam mehr als jede zweite Frau stattdessen die Erklärung Stress oder Burnout.
MeNotPause Studie 2026, n = 237 (nur Frauen, bei denen Perimenopause nicht angesprochen wurde)
● Eigeninitiative
Frauen recherchieren selbst, und zwar intensiv
94,9 % der Frauen haben wegen ihrer Beschwerden selbst recherchiert, fast drei Viertel davon sehr intensiv. Bücher, Social Media und Google führen die Informationsquellen an, nicht das Gespräch mit der Ärztin. Die Einordnung kam am häufigsten über eigene Recherche (40,2 %), nur bei 11,9 % über eine gynäkologische Fachperson.
MeNotPause Studie 2026, n = 423, Mehrfachnennung möglich
MeNotPause Studie 2026, n = 423, Mehrfachnennung möglich
● Die emotionale Last
Was das Alleinsein mit den Beschwerden auslöst
Die fehlende Einordnung hat einen Preis. Frauen fühlten sich verunsichert, erschöpft und nicht ernst genommen. 95,3 % litten unter mindestens einem psychischen Symptom wie Reizbarkeit, depressiven Verstimmungen oder Ängstlichkeit. Die Wechseljahre sind weit mehr als Hitzewallungen.
● Stimmen aus der Studie 2026
Was Frauen sich früher gewünscht hätten zu wissen
182 Frauen beantworteten die offene Frage, was sie früher über Perimenopause und Wechseljahre gewusst hätten. Vier Antworten stellvertretend.
„Dass es schon ab 35 losgehen kann. Viele Frauen hatten jahrelang das Gefühl, für die Wechseljahre zu jung zu sein.
„Dass man nichts aushalten muss. Viele wussten nicht, dass es wirksame Therapieoptionen wie eine Hormonersatztherapie gibt.
„Weit mehr als Hitzewallungen: Schlafstörungen, Brain Fog, Herzrasen, Gelenkschmerzen, Angststörungen und Stimmungsschwankungen wurden kaum erwartet.
„Der Zusammenhang zwischen Hormonveränderungen und psychischen Symptomen wie Depressionen oder Panikattacken war kaum bekannt.
● Fact Sheet 2026
Studie 2026: alle Kernzahlen auf einen Blick
| Kannte den Begriff Perimenopause nicht vor Beschwerden | 50,7 % |
| Erste Beschwerden vor dem 45. Lebensjahr | 65,8 % |
| Erste Beschwerden vor dem 39. Lebensjahr | 25,8 % |
| Brauchte mehr als 1 Jahr bis zur Einordnung | 48,6 % |
| Ärztin sprach das Thema nie an (trotz Kontakt) | 58,5 % |
| Ärztin sprach das Thema aktiv an | 11,1 % |
| Bekam stattdessen Stress oder Burnout als Erklärung | 53,1 % |
| Hat selbst recherchiert | 94,9 % |
| Hauptweg zur Einordnung: eigene Recherche | 40,2 % |
| Litt unter mindestens einem psychischen Symptom | 95,3 % |
| Fühlte sich bis heute nicht gut beraten | 25,6 % |
MeNotPause Studie 2026. Anonyme Online-Befragung unter 430 Frauen (35 bis 60+ Jahre), Mai 2026. Nicht-repräsentative Selbstselektions-Stichprobe. Je nach Frage variiert die Fallzahl.
● Studie 2024 · Gesellschaft
Wechseljahre in der Gesellschaft
Unsere erste eigene Studie. 700 Frauen und Männer in Deutschland wurden 2024 befragt, wie die Gesellschaft die Wechseljahre wahrnimmt. Das Bild: tabuisiert, missverstanden und unterschätzt.
n = 700 · Frauen und Männer · Deutschland · 2024
● Das Wichtigste in Kürze
Die Gesellschaft lässt Frauen in den Wechseljahren allein
Die MeNotPause Studie 2024 hat 700 Frauen und Männer in Deutschland befragt, wie die Gesellschaft die Wechseljahre wahrnimmt. 47 % sehen die Wechseljahre als Tabuthema, über das nicht gesprochen wird. Nur 17 % sehen, dass die Gesellschaft Frauen in dieser Phase unterstützt. Und nur 30 % schätzen ihr eigenes Wissen über die Wechseljahre als gut oder sehr gut ein.
● Ein eindimensionales Bild
Wechseljahre werden auf Hitzewallungen reduziert
Gefragt nach der ersten Assoziation zu den Wechseljahren nennen die meisten Befragten Hitzewallungen und Schweißausbrüche. 12 % haben gar keine Assoziation. Die vielen körperlichen, mentalen und langfristigen Dimensionen der Wechseljahre bleiben im gesellschaftlichen Bild unsichtbar.
MeNotPause Studie 2024, n = 700, freie Assoziation
MeNotPause Studie 2024, n = 700, Deutschland
● Die blinde Stelle
Tabu statt Unterstützung
Fast die Hälfte der Befragten erlebt die Wechseljahre als Tabuthema. Gleichzeitig sieht nur ein kleiner Teil gesellschaftliche Unterstützung, Mitgefühl oder Bewusstsein. Frauen in dieser Lebensphase fühlen sich von ihrem Umfeld kaum getragen.
● Der blinde Fleck der Männer
Männer unterschätzen, wie allein Frauen sind
Die Wahrnehmung klafft zwischen den Geschlechtern auseinander. Wo Männer noch Unterstützung sehen, erleben Frauen vor allem Mangel. Die Lücke zeigt, wie unterschiedlich die Belastung wahrgenommen wird.
Die Gesellschaft unterstützt Frauen in den Wechseljahren
12 %
Frauen
23 %
Männer
Empfinden einen Mangel an Mitgefühl in der Gesellschaft
52 %
Frauen
24 %
Männer
Nehmen die Wechseljahre als Tabuthema wahr
53 %
Frauen
40 %
Männer
● Negativ besetzt, aber nicht hoffnungslos
Zwischen Ende der Fruchtbarkeit und neuem Kapitel
Für die meisten markieren die Wechseljahre vor allem ein Ende. Doch die große Mehrheit sieht sie zugleich als natürlichen Teil des Lebens, und mehr als jede zweite Person erkennt auch positive Seiten. Genau hier setzt MeNotPause an.
MeNotPause Studie 2024, n = 700, Deutschland
MeNotPause Studie 2024, n = 700, Deutschland
● Vollständige Reports
Beide Studien in voller Länge
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● Methodik
Wie unsere Umfragen entstanden sind
Studie 2026
430 Frauen · Mai 2026
Anonyme Online-Befragung, 35 bis 60+ Jahre
Studie 2024
700 Befragte · 2024
Frauen und Männer in Deutschland
Rekrutierung über Newsletter und Social Media. Es handelt sich um nicht-repräsentative Selbstselektions-Stichproben. Die Auswertung erfolgte als Häufigkeiten und Prozentwerte, offene Antworten wurden thematisch zusammengefasst. Durchgeführt von der MeNotPause GmbH, gegründet von Dr. Saskia Appelhoff.
● Häufige Fragen