„Ich habe alles im Griff“ von Mimi Lawrence
Veröffentlicht von Saskia Appelhoff im Juni 2026
„Ich habe alles im Griff – und genau das ist das Problem: Wie du endlich wieder für dich da bist“ von Mimi Lawrence ist ein Buch für Frauen, die nach außen funktionieren und innerlich längst spüren: So geht es nicht weiter. Es geht um Mental Load, unsichtbaren Druck, ständiges Kümmern, leise Wut, Erschöpfung und das Gefühl, für alle da zu sein – nur nicht für sich selbst. Der Verlag beschreibt das Buch als mutiges Buch über Selbstverlust und Selbstbehauptung, für Frauen, die nicht mehr nur funktionieren, sondern wieder leben wollen. Mimi Lawrence schreibt darin darüber, was passiert, wenn Frauen aufhören, es allen recht zu machen.
Worum geht es in „Ich habe alles im Griff“?
Der Titel trifft einen Nerv: Ich habe alles im Griff – und genau das ist das Problem.
Viele Frauen kennen dieses Muster. Sie organisieren, planen, erinnern, kümmern sich, halten Familie, Job, Alltag, Beziehungen und Termine zusammen. Nach außen wirkt alles stabil. Innen aber wächst das Gefühl, sich selbst immer weiter zu verlieren.
Mimi Lawrence schreibt über diesen Funktionsmodus, in dem viele Frauen über Jahre leben. Sie beschreibt den unsichtbaren Druck, die mentale Last und die leise Wut, die entstehen kann, wenn man ständig verfügbar ist, aber kaum noch Raum für sich selbst hat.
Das Buch ist dabei kein klassischer Ratgeber mit To-do-Listen. Laut Verlag ist es vielmehr eine Erlaubnis: aufzuhören, wütend zu sein, an sich selbst zu denken und wieder bei sich anzukommen.
Warum das Buch für Frauen ab 40 besonders relevant ist
Gerade in der Lebensmitte wird vielen Frauen klar, wie lange sie funktioniert haben. Kinder, Partnerschaft, Eltern, Job, Haushalt, Care-Arbeit, Erwartungen von außen – oft läuft vieles gleichzeitig. Und irgendwann kommt der Moment, in dem der Körper oder die Psyche sagt: So nicht mehr.
In den Wechseljahren kann sich dieses Gefühl noch verstärken. Schlafprobleme, Erschöpfung, Stimmungsschwankungen, innere Unruhe oder Gewichtszunahme treffen dann auf ein Leben, das ohnehin schon voll ist. Viele Frauen reagieren darauf mit noch mehr Kontrolle: noch besser planen, noch mehr leisten, noch disziplinierter sein.
Genau hier passt das Buch so gut. Es zeigt, dass „alles im Griff haben“ nicht immer Stärke ist. Manchmal ist es ein Warnsignal.
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Was uns besonders gut gefällt
Was uns an „Ich habe alles im Griff“ besonders gefällt, ist die klare emotionale Sprache. Mimi Lawrence schreibt über ein Thema, das viele Frauen kennen, aber oft nicht aussprechen: die Erschöpfung hinter dem Funktionieren.
Es nimmt Mental Load ernst
Mental Load ist nicht einfach nur „viel zu tun haben“. Es ist das ständige Mitdenken, Planen, Verantwortlichfühlen und Vorwegnehmen. Dieses Buch macht sichtbar, wie viel Kraft das kostet.
Es spricht die leise Wut an
Viele Frauen sind nicht einfach nur müde. Sie sind wütend. Nicht laut, nicht dramatisch, aber innerlich erschöpft davon, immer verständnisvoll, belastbar und zuständig zu sein. Dass das Buch dieser Wut Raum gibt, finden wir stark.
Es geht nicht um noch mehr Selbstoptimierung
Das Buch sagt nicht: Du brauchst noch eine bessere Morgenroutine. Es fragt eher: Warum glaubst du, dass du immer funktionieren musst?
Und genau das ist der Unterschied. Es geht nicht darum, noch effizienter zu werden. Es geht darum, wieder mehr bei sich selbst anzukommen.
Für wen ist „Ich habe alles im Griff“ geeignet?
Wir empfehlen dieses Buch Frauen, die merken, dass sie zu oft über ihre eigenen Grenzen gehen.
Besonders geeignet ist es für Frauen,
- die ständig funktionieren und kaum noch zur Ruhe kommen
- die sich für alle verantwortlich fühlen
- die Mental Load, Care-Arbeit und unsichtbaren Druck kennen
- die in der Lebensmitte spüren, dass sich etwas ändern muss
- die sich selbst wieder wichtiger nehmen möchten
- die keine klassischen Selbstoptimierungs-Tipps suchen
- die sich nach ehrlicher Sprache und Erlaubnis sehnen
Für uns ist es kein Buch, das man liest, weil man „noch besser“ werden will. Sondern weil man aufhören möchte, sich selbst dauernd hintenanzustellen.
Empfehlung
Ich habe alles im Griff – und genau das ist das Problem
Wie du endlich wieder für dich da bist von Mimi Lawrence
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Unsere Empfehlung
Wir empfehlen „Ich habe alles im Griff“ Frauen, die sagen: „Eigentlich läuft alles. Aber ich bin trotzdem müde.“
Genau für dieses „eigentlich“ ist das Buch geschrieben.
Es benennt, was viele Frauen lange wegdrücken: dass Funktionieren nicht dasselbe ist wie Leben. Dass Kontrolle nicht immer Sicherheit bedeutet. Und dass es kein Egoismus ist, wieder für sich selbst da zu sein.
Wie eine Freundin würden wir sagen: Lies dieses Buch, wenn du dich ständig zusammenreißt. Nicht, um noch mehr an dir zu arbeiten. Sondern um endlich zu merken, dass du nicht erst zusammenbrechen musst, bevor du etwas ändern darfst.
Verbindung zu „Wenn nicht jetzt, wann dann?“
Mimi Lawrence ist vielen bereits durch ihr Buch „Wenn nicht jetzt, wann dann?: Neustart Wechseljahre – Fit, cool und voller Energie“ bekannt. Während es dort stärker um Wechseljahre, Bewegung, Ernährung, Energie und Neustart geht, setzt „Ich habe alles im Griff“ noch tiefer an: bei Mental Load, Selbstverlust, innerem Druck und der Frage, warum Frauen so oft für alle da sind – nur nicht für sich selbst.
Für uns ergänzen sich beide Bücher sehr gut. Das eine stärkt den Blick auf Körper, Energie und Routinen in der Lebensmitte. Das andere stellt die vielleicht noch wichtigere Frage: Wem gehört eigentlich deine Kraft?
👉 Zum Buch
Fazit: Lohnt sich „Ich habe alles im Griff“?
Ja – besonders für Frauen, die viel tragen, viel leisten und langsam merken, dass sie sich selbst dabei verlieren.
„Ich habe alles im Griff – und genau das ist das Problem“ von Mimi Lawrence ist ein ehrliches, stärkendes Buch über Mental Load, Funktionieren, Selbstfürsorge und Selbstbehauptung. Es passt besonders gut zu Frauen in der Lebensmitte, die nicht mehr nur weitermachen wollen wie bisher.
Für uns ist es eine klare Empfehlung für alle, die genug davon haben, immer alles im Griff haben zu müssen.