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Allgemeines Wissen · Grundlagen

Perimenopause: Anzeichen, Dauer und wann sie wirklich beginnt
Die am meisten übersehene Phase der Wechseljahre, oft schon ab Mitte 30

Die Perimenopause ist die hormonelle Übergangsphase vor der Menopause, und sie beginnt bei vielen Frauen deutlich früher als gedacht. In unserer eigenen Studie 2026 kannte die Hälfte der Befragten den Begriff nicht, bevor die ersten Beschwerden auftraten. Was in dieser Phase im Körper passiert, woran du sie erkennst und was dir hilft, erklären wir dir hier.

Erkennst du dich in den Anzeichen wieder? Der MeNotPause Symptomtest zeigt dir in 3 Minuten, welche deiner Beschwerden mit der Perimenopause zusammenhängen könnten, ein erster, unabhängiger Schritt zur Einordnung.

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SA
Dr. Saskia Appelhoff
· Aktualisiert August 2026· 8 Minuten Lesezeit

Zusammenfassung

Perimenopause bedeutet wörtlich „um die Menopause herum“: die Jahre, in denen die Eierstöcke schrittweise weniger Östrogen und Progesteron produzieren, der Zyklus unregelmäßig wird, aber die Periode noch nicht dauerhaft ausbleibt. Sie ist keine Krankheit, sondern die früheste, oft am wenigsten erkannte Phase der Wechseljahre.

Genau diese Unsichtbarkeit macht sie tückisch: In unserer MeNotPause Studie 2026 (n=430) hatten 65,8 % der Frauen ihre ersten Beschwerden bereits vor dem 45. Lebensjahr, 25,8 % sogar vor dem 39. Gleichzeitig kannten 50,7 % den Begriff „Perimenopause“ nicht, bevor die ersten Beschwerden auftraten.

Auf einen Blick

Erste Beschwerden
bei 65,8 % bereits vor dem 45. Lebensjahr
Begriff bekannt?
50,7 % kannten „Perimenopause“ vorher nicht
Psychische Symptome
95,3 % berichten mind. eines (Reizbarkeit, Angst, Stimmung)
Ärztliches Gespräch
bei 58,5 % nie von der Ärztin angesprochen

Perimenopause, Prämenopause, Menopause: die Abgrenzung

Die vier Phasen der Wechseljahre gehen fließend ineinander über, trotzdem lohnt sich die Unterscheidung:

  • Prämenopause: die Zeit vor den ersten spürbaren hormonellen Veränderungen, der Zyklus ist noch weitgehend regelmäßig.
  • Perimenopause: Hormone schwanken bereits deutlich, der Zyklus wird unregelmäßig, erste Symptome treten auf, die Periode ist aber noch nicht dauerhaft ausgeblieben. Hier geht es auf dieser Seite vor allem um diese Phase.
  • Menopause: der eine, rückblickend festgestellte Tag der letzten Regelblutung, im Schnitt mit 51 Jahren.
  • Postmenopause: die Jahre danach, in denen sich der Körper auf den neuen, dauerhaft niedrigeren Hormonspiegel einstellt.

Ein zentrales Missverständnis: Solange die Periode noch da ist, glauben viele Frauen, noch nicht in den Wechseljahren zu sein. Das stimmt so nicht, in der Perimenopause ist die Periode meist noch vorhanden, nur unregelmäßiger. Mehr zu allen vier Phasen im Detail liest du in unserem Phasen-Guide.

Genau dieses Muster beschreibt auch Manuela von Winterfeld, Wechseljahreberaterin, im MeNotPause-Interview, wobei die Verunsicherung nach unseren eigenen Zahlen oft schon vor Mitte 40 beginnt:

Manuela von Winterfeld, Wechseljahreberaterin
Interview
Es gibt sehr viele Frauen, die noch relativ am Anfang der Wechseljahre stehen, also Mitte 40, und die plötzlich körperliche oder psychische Veränderungen an sich bemerken. Die Frauen merken plötzlich, dass sie stressanfälliger sind, dass sie nicht mehr so viel Kraft haben und wissen nicht genau, wie sie das einordnen sollen. Da sie in der Regel noch ihre Periode haben, wird ihnen häufig gesagt, dass sie noch nicht in den Wechseljahren sind. Es wird oft fälschlicherweise angenommen, dass man erst in den Wechseljahren ist, wenn die Regel ausbleibt."
Manuela von Winterfeld, Wechseljahreberaterin · Wechseljahreberaterin im Interview
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Erste Anzeichen & wann sie beginnt

Typische frühe Anzeichen sind ein unregelmäßiger werdender Zyklus, plötzliche Erschöpfung, Schlafprobleme oder eine spürbar geringere Stresstoleranz, oft Jahre bevor an Hitzewallungen überhaupt gedacht wird. In unserer Studie 2026 hatten 40,0 % der Frauen ihre ersten Beschwerden zwischen 40 und 44 Jahren, weitere 23,5 % sogar schon zwischen 35 und 39.

Warum die Perimenopause so oft übersehen wird

Der Begriff selbst ist vielen unbekannt: In unserer Studie 2026 kannten 50,7 % „Perimenopause“ nicht, bevor die ersten Beschwerden auftraten, nur 7,2 % wussten genau Bescheid. Das hat reale Folgen für die Diagnose: 53,1 % der Befragten bekamen stattdessen Stress oder Burnout als Erklärung, bei 58,5 % sprach die Ärztin das Thema Wechseljahre nie von sich aus an. 48,6 % brauchten länger als ein Jahr, um ihre Symptome richtig einzuordnen, 30,7 % sogar länger als zwei Jahre.

Die Folge: 94,9 % der Frauen haben sich die Erklärung selbst erarbeitet, meist über eigene Recherche (40,2 %), nur 11,9 % kamen über eine:n Gynäkolog:in zur richtigen Einordnung. Alle Kernergebnisse der Studie findest du gebündelt unter menotpause.com/studien.

Psychische Symptome im Fokus

Was viele überrascht: Psychische Symptome sind in der Perimenopause die Regel, nicht die Ausnahme. 95,3 % der befragten Frauen berichteten von mindestens einem psychischen Symptom, am häufigsten Reizbarkeit, depressive Verstimmungen oder Ängstlichkeit, oft zu einem Zeitpunkt, an dem noch niemand an Wechseljahre denkt. Mehr zu einzelnen Symptomen findest du in unserem Bereich Psyche, Stimmung & Brain Fog.

Was dir jetzt hilft

Der erste Schritt ist oft der wichtigste: die eigenen Symptome überhaupt mit der Perimenopause in Verbindung bringen zu können, statt sie auf Stress oder Zufall zu schieben. Der MeNotPause Symptomtest hilft dabei in wenigen Minuten. Viele Frauen finden außerdem Orientierung im Austausch mit einer Wechseljahreberaterin, als Ergänzung, nicht als Ersatz zur ärztlichen Versorgung.

Häufig gestellte Fragen

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Die wichtigsten Zahlen und das Interview-Zitat von dieser Seite als Grafik, frei nutzbar mit Quellenangabe.

Grafik: 65,8 % der Frauen hatten laut MeNotPause Studie 2026 (n = 430) ihre ersten Perimenopause-Beschwerden bereits vor dem 45. Lebensjahr
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Zitat-Grafik: Manuela von Winterfeld, Wechseljahreberaterin, im MeNotPause-Interview über Frauen Mitte 40, die plötzlich körperliche oder psychische Veränderungen bemerken
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Quellen & Studien

  1. 1.Zu jung für Wechseljahre? Perimenopause-Erleben in DeutschlandMeNotPause / Menotpause GmbH. MeNotPause Studie 2026, n = 430