Libidoverlust in den Wechseljahren ist häufig und trotzdem sprechen viele Frauen kaum darüber.
Viele beschreiben es ganz schlicht: „Ich habe einfach keine Lust mehr.“ Sex fühlt sich anders an, das Verlangen ist schwächer oder die eigene Sexualität scheint plötzlich weit weg.
Doch woher kommt diese sexuelle Unlust in den Wechseljahren? Liegt es an den hormonellen Veränderungen in der Perimenopause und Menopause? An Stress, Schlafmangel oder mentaler Belastung? An der Beziehung? An Scheidentrockenheit oder Schmerzen beim Sex? Oder spielt möglicherweise auch Testosteron eine Rolle?
Die Antwort ist meist komplexer als ein einzelner Hormonwert. Libido bei Frauen entsteht aus einem Zusammenspiel körperlicher, hormoneller, psychischer und partnerschaftlicher Faktoren. Gerade rund um die Wechseljahre können mehrere davon gleichzeitig zusammenkommen.
In diesem kostenlosen Webinar spricht Dr. med. Lisa-Maria Wallwiener, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe mit Schwerpunkt gynäkologische Endokrinologie und Sexualmedizin, darüber, warum sich Lust und Sexualität in den Wechseljahren verändern können und welche Behandlungsmöglichkeiten es bei Libidoverlust gibt.
Dabei geht es unter anderem um die Frage, welche Rolle Östrogen und Testosteron bei Frauen spielen, wann eine Hormondiagnostik sinnvoll sein kann und warum ein einzelner Testosteronwert selten erklärt, weshalb die Lust fehlt.
Außerdem schauen wir darauf, was viele Frauen nicht wissen: Lust muss nicht immer spontan entstehen. Gerade in längeren Beziehungen und in der Lebensmitte kann sexuelles Verlangen erst durch Nähe, Berührung und Erregung entstehen. Dieses sogenannte responsive Verlangen kann helfen, die eigene Sexualität neu und weniger unter Druck zu betrachten.
Unsere Expertin
Dr. med. Lisa-Maria Wallwiener ist Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe mit Schwerpunkt gynäkologische Endokrinologie und Sexualmedizin.
Sie beschäftigt sich intensiv mit hormonellen Veränderungen, weiblicher Sexualität und den unterschiedlichen Ursachen von Libidoverlust. Dabei ist ihr besonders wichtig, Beschwerden nicht vorschnell auf „die Hormone“ zu reduzieren, sondern Frauen individuell und ganzheitlich zu betrachten.
Im Webinar erklärt sie verständlich und wissenschaftlich fundiert, warum Lust sich verändern kann, welche Rolle Hormone wie Östrogen und Testosteron spielen und was Frauen konkret tun können, wenn ihnen ein wichtiger Teil ihrer Sexualität abhandengekommen ist.