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Interview

Es ist das Mikroklima auf der Haut“ – Wie wir in den Wechseljahren besser schlafen

Veröffentlicht von Saskia Appelhoff im April 2026

Artikelbild Es ist das Mikroklima auf der Haut“ – Wie wir in den Wechseljahren besser schlafen

Viele Frauen machen für schlechten Schlaf in den Wechseljahren vor allem Hormone verantwortlich – doch oft beginnt die Unruhe viel unmittelbarer: auf der Haut. Es wird zu warm, dann feucht, dann plötzlich kühl – und genau dieses Wechselspiel bringt den Schlaf ins Wanken. Im Interview erklärt Dagsmejan-Gründerin Caterina Dahlin, warum das Mikroklima aus Temperatur und Feuchtigkeit eine zentrale, oft unterschätzte Rolle spielt. Wenn Wärme nicht entweichen kann und Feuchtigkeit auf der Haut bleibt, entsteht das klamme Gefühl, das viele Frauen nachts wach hält. Warum es sich lohnt, neben Hormonen auch auf das „Klima auf der Haut“ zu achten – und wie smarte Schlafbekleidung dabei unterstützen kann, schauen wir uns in diesem Interview genauer an.

Viele Frauen führen schlechten Schlaf in den Wechseljahren nur auf Hormone zurück. Welche oft unterschätzte Rolle spielen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen direkt auf der Haut?

Hormone sind häufig der Auslöser – aber viele Frauen merken nachts vor allem eines: Es wird zu warm, dann wird man nass, und genau das reißt einen aus dem Schlaf. Entscheidend ist das Mikroklima direkt auf der Haut. Wenn sich Wärme unter Decke und Nachtwäsche staut, kommt es leichter zu Schwitzen. Bleibt Feuchtigkeit auf der Haut oder in der Kleidung „stehen“, entsteht dieses feucht-warme, klamme Gefühl – ein starker Reiz, der Unruhe fördert, das Drehen verstärkt und das Durchschlafen erschwert. Gerade in den Wechseljahren hängen Hitzewallungen und Nachtschweiß eng mit einer veränderten Temperaturregulation zusammen. Deshalb lohnt sich neben dem Blick auf Hormone ganz praktisch die Frage: Wie gut kann Wärme entweichen – und wie schnell wird Feuchtigkeit von der Haut weggeführt?

Was passiert physiologisch nachts im Körper, wenn wir überhitzen oder schwitzen – und warum kann temperaturregulierende Schlafbekleidung helfen, länger im Tiefschlaf zu bleiben?

Guter Schlaf braucht nachts eine leichte Abkühlung. Wenn sich Hitze staut, muss der Körper aktiv gegensteuern: Er leitet Wärme über die Haut ab und produziert Schweiß, um zu kühlen. Das ist echte Arbeit für den Körper – und genau diese Nacht-Regulation macht den Schlaf oft leichter und störanfälliger, vor allem wenn es mehrmals pro Nacht passiert. Schlafbekleidung, die Wärme besser abgibt und Feuchtigkeit zügig von der Haut wegtransportiert, kann hier helfen, das Mikroklima konstanter zu halten. Dann muss der Körper weniger häufig nachregeln – und es fällt leichter, ruhiger und tiefer zu schlafen.

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Ihre Produkte werden als eine Art „Klima-Manager auf der Haut“ beschrieben. Wie genau unterstützen Materialien und Design dabei, Temperaturschwankungen und Nachtschweiß auszugleichen?

Wir arbeiten mit einem klaren Prinzip: Überhitzung aktiv vermeiden – und wenn Schweiß entsteht, schneller abkühlen und trocken bleiben. Denn viele Frauen kennen genau dieses Muster: Erst wird es zu heiß, dann ist man nass – und kurz danach friert man.
Erstens setzen wir auf sehr atmungsaktive Materialien, damit überschüssige Wärme und Wasserdampf leichter entweichen und gar nicht erst so viel Wärmestau entsteht. Zweitens: Wenn Schweiß auftritt, wird die Feuchtigkeit von der Haut weggeleitet und verteilt. So kann sie besser verdunsten – und diese Verdunstung sorgt für spürbare Abkühlung. Gleichzeitig bleibt das Hautgefühl trockener, weil Feuchtigkeit nicht lange auf der Haut steht.
Für die Praxis heißt das: Die Stay Cool Kollektion eignet sich besonders für Frühling und Sommer, die Balance Kollektion für Herbst und Winter – jeweils abgestimmt auf das unterschiedliche Bedürfnis nach Kühlung und Ausgleich.

Balance Kollektion

Balance Kollektion

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Baumwolle gilt als Klassiker für Nachtwäsche. Warum kann sie bei Nachtschweiß problematisch sein – und was machen moderne Naturfasern mit aktivem Feuchtigkeitsmanagement anders?

Baumwolle ist angenehm – aber bei Nachtschweiß wird sie oft zum Problem, weil sie Feuchtigkeit zwar aufnimmt, dann jedoch lange feucht bleibt. Genau dieses klamme Gefühl macht viele unruhig, und wenn der Körper nach dem Schwitzen wieder abkühlt, friert man schneller.
Dagsmejan setzt deshalb auf superfeine Naturfasern, die Feuchtigkeit von der Haut wegführen, verteilen und wieder abgeben – für ein trockeneres Hautgefühl und weniger „zu warm – zu nass – wieder zu kalt“. Je nach Kollektion sind unsere Materialien 6–8-mal atmungsaktiver als Baumwolle und bieten bis zu 4-mal besseres Feuchtigkeitsmanagement. Und sie sind nicht nur funktionaler, sondern auch ressourcenschonender: Diese Naturfasern benötigen in der Herstellung bis zu 20-mal weniger Wasser als Baumwolle.

Wenn Frauen in den Wechseljahren ihren Schlaf schnell verbessern wollen: Warum lohnt es sich, nicht nur auf Raumtemperatur und Matratze zu achten, sondern gezielt auf das Mikroklima der Schlafbekleidung?

Raumtemperatur und Matratze sind wichtig – aber sie wirken eher „von außen“. Die Schlafbekleidung ist die Schicht, die die Haut die ganze Nacht direkt spürt. Und gerade bei Nachtschweiß entscheidet dieses Mikroklima darüber, ob es zu „Wärmestau → Schwitzen → klamm/kühl → Aufwachen“ kommt. Wenn die Nachtwäsche Wärme und Feuchtigkeit besser managt, kann sich das sehr schnell bemerkbar machen, weil der häufigste unmittelbare Störfaktor – das Gefühl von „zu heiß“ oder „nass“ – deutlich seltener entsteht. Deshalb ist das Mikroklima der Schlafbekleidung oft eine der schnellsten Stellschrauben für besseren Schlaf in den Wechseljahren.

Vielen Dank für das spannende Gespräch!

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